Christiane Czygan

Christiane Czygan Zur Ordnung des Staates

Zur Ordnung des Staates

Jungosmanische Intellektuelle und ihre Konzepte in der Zeitung »Hürriyet« (1868–1870)

Studien zum Modernen Orient 21

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Paperback, 315 Seiten
ISBN 9783879974078
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahr­hun­derts begannen türkisch-osma­ni­sche Intel­lek­tu­elle erst­mals Zeitungen und andere Perio­dika als Forum für ihren poli­ti­schen Diskurs zu nutzen. Die Tanzimat-Regie­rung reagierte darauf 1867 mit Publi­ka­ti­ons­ver­boten und dem Erlass eines neuen, rigi­deren Pres­se­ge­setzes.
Für die Publi­zisten bot das euro­päi­sche Exil im Früh­jahr 1867 einen Ausweg. Schon bald nahmen sie ihre Akti­vi­täten zunächst in der fran­zö­si­schen Presse und später in London als Heraus­geber eigener Zeitungen wieder auf. In ihren Publi­ka­tionen traten sie als Reprä­sen­t­anten der Jungos­manen in Erschei­nung. Ihr wich­tigstes Organ war die Zeitung »Hürriyet« (Frei­heit), die von 1868 bis 1870 in London erschien. »Hürriyet« wurde von London ins Osma­ni­sche Reich gesch­mug­gelt, wo sie zwar verboten, aber dennoch einem aktiven Inter­es­sen­ten­kreis zugäng­lich war.
In »Hürriyet« wird scharfe – teil­weise auch pole­mi­sche Kritik – an der Tanzimat-Regie­rung geübt. Das eigent­liche Leit­motiv stellt jedoch die Frage nach der Ordnung des Staates dar. Die kriti­sche Bewer­tung des osma­ni­schen Status quo bildet somit nur die Folie, vor der unter­schied­liche Vorstel­lungen und Stra­te­gien zur staat­li­chen Ordnung formu­liert werden.
Die Unter­su­chung zeigt, dass eine weitaus komple­xere Auto­ren­schaft invol­viert war, als bislang ange­nommen. Inter­tex­t­u­elle, stilis­ti­sche und inhalt­liche Verän­de­rungen verdeut­li­chen den situa­tiven Charakter, aber auch den Prozess der gegen­sei­tigen Aneig­nung.
Hiermit wird erst­mals eine umfas­sende Studie der Autoren, Sprache und Inten­tionen der »Hürriyet« vorge­legt.

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