Dmitry Sevruk

Dmitry Sevruk Vier apokryphe Schriften der Drusen

Vier apokryphe Schriften der Drusen

Eine historisch-philologische Analyse

Islamkundliche Untersuchungen Band 339

Klaus Schwarz Verlag
Langue: allemand
1. Edition ()
Hardcover, 204 pages
ISBN 9783879974900
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Im Früh­jahr 1975 bekamen die reli­giösen Auto­ri­täten der israe­li­schen Drusen ein uner­war­tetes Geschenk: Der einfluss­reiche drusi­sche Führer Kamal Dschum­blat schickte ihnen zwei bislang unbe­kannte Hand­schriften. Die Texte hießen „Aš-Šarīʿa ar-rūḥā­niyya fī ʿulūm al-laṭīf wa al-basīṭ wa al-kaṯīf“ (Das spiri­tu­elle Gesetz über die Wissen­schaften vom Subtilen, Einfa­chen und Dichten) und „Muṣḥaf al-munfarid bi-ḏātihi“ (Schrif­trolle des wesen­haft Einzi­g­ar­tigen) und galten als Teil des längst verlo­renen drusi­schen Erbes, das Kamal Dschum­blat nach mühs­e­liger Suche wieder aufge­funden hatte. Zusammen mit zwei anderen – eben­falls von Dschum­blat entdeckten – Hand­schriften „Rasāʾil al-Hind“ (Indi­sche Send­sch­reiben) und „Siǧill sarāʾir al-awwal wa al-āḫir“ (Register der Geheim­nisse des Ersten und des Letzten) dienen sie neben der kano­ni­schen Schrift „Send­sch­reiben der Weis­heit“ als reli­giöse Bezugs­qu­ellen für einen großen Teil der drusi­schen Gemein­schaft.
Eine einge­hende texto­lo­gi­sche Analyse der Hand­schriften zeigt, dass es sich in allen vier Fällen um Mysti­fi­ka­tionen handelt, deren Quellen sich recht genau iden­ti­fi­zieren lassen. Diese Fest­stel­lung wirft einige Fragen auf, vor allem zur Iden­tität des mutmaß­li­chen Verfas­sers und zu den Beweg­gründen solcher Mysti­fi­ka­tion.
Hier wird anhand konk­reter Beispiele aufge­zeigt, welche Texte jeder einzelnen Hand­schrift zugrunde liegen, und es wird Auskunft über den Verfasser und seine Moti­va­tion gegeben. Dabei wird auch auf die mytho­lo­gi­sche und intel­lek­tu­elle Grund­lage der drusi­schen Glau­bens­lehre einge­gangen.