Hakan Yaman (Hg.)

Hakan Yaman (Hg.) Die Yusuf-Legende in der Version von Ali

Die Yusuf-Legende in der Version von Ali

Nach dem Dresdener Manuskript Eb. 419

Studien zur Sprache, Geschichte und Kultur der Turkvölker 11

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch, Arabisch
1. Auflage ()
Hardcover, Facsimiles, 464 Seiten
ISBN 9783879973743
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Das vorlie­gende Buch ist die Edition eines für die Geschichte des Türki­schen wich­tigen Sprach­denk­mals. Das Werk Kissa-i Yusuf von Ali (1233) wurde für die Turko­logie das erste Mal durch die von Th. Houtsma veröf­f­ent­lichten Ausschnitte bekannt (Ein alttür­ki­sches Gedicht, ZDMG 43, 1889, 69-98).
C. Brockel­mann (1868–1956), der später Alis Werk studierte (1917), wies schon im ersten Satz seiner detail­lierten Bear­bei­tung darauf hin, dass man diese Yusuf-Geschichte als »das dritt­äl­teste Lite­ra­tur­denkmal türki­scher Sprache aus musli­mi­scher Zeit« ansehen kann. Er unter­s­trich in seiner gründ­li­chen Analyse nicht nur den einzi­g­ar­tigen Charak­ters des Werkes, sondern erläu­terte damit zugleich auch, warum der Text im Titel der Studie als »der älteste Vorläufer der osma­ni­schen Lite­ratur« bezeichnet wurde.
Das Werk von Ali leitet in der Tat eine wich­tige Periode in der Geschichte der türki­schen Sprache ein, deren Beginn um die Wende des 13. zum 14. Jahr­hun­dert anzu­setzen ist. Texte von Celaleddin Rumi und Sultan Velet markieren diese Periode, die zur Blüte­zeit der altos­ma­ni­schen/ alt­a­na­to­lisch-türki­schen Lite­ratur über­leitet. Was die Struktur des Sprach­denk­mals selbst betrifft, scheint sie derje­nigen nahe zu stehen, die in den Texten »gemischten Charak­ters« anzu­treffen ist. In Alis Werk wird zum ersten Mal die sprach­liche Viel­falt doku­men­tiert, die für viele Sprach­denk­mäler der späteren Jahr­hun­derte charak­te­ris­tisch ist. Die vorlie­gende Text­e­di­tion und -analyse schafft die notwen­dige Grund­lage, um diese Beson­der­heit näher kennen zu lernen.

Rezen­sion in OLZ 2014, 109, pp. 406-408 (László Károly).