Hatice Arslan-Sözüdoğru

Hatice Arslan-Sözüdoğru Müneccimbasi als Historiker

Müneccimbasi als Historiker

Islamkundliche Untersuchungen Band 289

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Paperback, 430 Seiten
ISBN 9783879973637
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…ein wich­tiger Beitrag zur Erfo­schung der Histo­rio­gra­phie des 17. Jahr­hun­derts, der zugleich den hohen Wert von Studien mit Text­e­di­tionen belegt. (Henning Sievert, Orien­ta­lis­ti­sche Lite­ra­tur­zei­tung 105)
Arabi­sche Histo­rio­gra­phie bei einem osma­ni­schen Univer­sal­ge­lehrten des 17. Jahr­hun­derts: Gami ad-duwal (Teile­di­tion 982/1574-1082/1672)
Münec­cim­basi Ahmed Dede (1631-1702) wurde vom Großw­esir Kara Mustafa Pascha beauf­tragt, ein histo­ri­sches Werk zu verfassen. Gami ad-duwal beginnt mit der Entste­hung der Welt und endet mit der Expan­sion des Osma­ni­schen Reichs bis 1672. Dadurch, dass Münec­cim­basi seine Welt­ge­schichte auf Arabisch verfasste, erhielt das Werk univer­sellen Charakter. Kurz nach dem Tod des Autors wurde 1705 eine Abschrift von Gami ad-duwal ange­fer­tigt und 1730 unter dem Namen Saha'if el-ehbar fi veka'i el-asar auf Anord­nung des Damad Ibrahim Pascha von einer Kommis­sion unter Leitung des berühmten Dich­ters Ahmed Nedim (gest. 1730) ins Osma­ni­sche über­setzt. Münec­cim­basi hat in wissen­schaft­li­cher Manier 72 Quellen ange­geben, die er für seine Welt­ge­schichte verwendet hat. Einige dieser Chro­niken und Abhand­lungen sind verloren. Am häufigsten benutzte er die Werke von Ibn al-Atir, Abu l-Fida Ibn al-Wardi und Ibn Khaldun. In Gami ad-duwal werden die Ereig­nisse chro­no­lo­gisch nach den großen musli­mi­schen Dynas­tien geglie­dert, doch behan­delt er auch nicht­mus­li­mi­sche Länder und Völker, klei­nere Dynas­tien und Stämme, die bei anderen Geschichts­sch­rei­bern fehlen. Aus diesem Grund hat das Werk einen beson­deren Wert für die geschicht­liche Forschung über diese klei­neren Dynas­tien. Münec­cim­basi führte die Methode der Geschichts­sch­rei­bung von Ibn Khaldun fort, wie dieser bemühte er sich um einen quel­len­kri­ti­schen Zugang zu seinem histo­ri­schen Stoff.

Rezen­sion in DER ISLAM 1 / 2014, S. 240-242 (Rudi Paul Lindner)