Jasmina Jäckel de Aldana

Jasmina Jäckel de Aldana Feuerfunken im Orient 1914 –1916

Feuerfunken im Orient 1914 –1916

Arabisch-osmanische Offiziere und haschimitische Aristokraten vor dem Großen Arabischen Aufstand

Islamkundliche Untersuchungen Band 323

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Paperback, 214 Seiten
ISBN 9783879974412
Verfügbarkeit: sofort lieferbar
42.00 € 

In den Einkaufswagen

Der nahöst­liche Kriegs­schau­platz im Ersten Welt­krieg erst­reckte sich keines­wegs allein auf die osma­ni­schen Kern­lande, sondern das Ringen zwischen den Mittel­mächten und der Entente hatte auch gravie­rende Auswir­kungen auf die Entwick­lungen im Mashriq. Der fort­sch­rei­tende Zerfall des Osma­ni­schen Reiches ließ insbe­son­dere die Hoff­nungen der Araber auf natio­nale Selbst­stän­dig­keit kulmi­nieren.
Im Fokus der vorlie­genden Arbeit stehen die Vorgänge, die zum Großen Arabi­schen Aufstand 1916 führten. Folgende Frage­stel­lungen umreißen das Erkennt­nis­in­ter­esse: Wie stellt sich die ideo­lo­gi­sche, poli­ti­sche und mili­täri­sche Situa­tion der arabi­schen Bewe­gung vor Ausbruch des Großen Arabi­schen Aufstands bis zum Juni 1916 dar? Wie und wodurch verän­derte sich das innera­ra­bi­sche Kräf­te­g­leich­ge­wicht während des Krieges? Gab es Vorkomm­nisse bei der Vorbe­rei­tung eines unab­hän­gigen arabi­schen Reiches, die den poli­ti­schen Erfolg in Frage stellten?
Die Arbeit entwi­ckelt sich von einem biogra­phi­schen Ansatz her. Das Augen­merk liegt auf einfluss­rei­chen Persön­lich­keiten im Bündnis der Mittel­mächte. Als zentrale Führer werden der mekka­ni­sche Scherif Ḥusain ibn ʿAlī und der arabisch-osma­ni­sche Offi­zier ʿAzīz ʿAlī al-Maṣrī in ihrem histo­ri­schen Umfeld heraus­ge­ar­beitet, die Entwick­lung im Ḥiǧāz darge­s­tellt sowie Einblick in den Aufbau der moder­ni­sierten osma­ni­schen Armee gewährt. Im Zusam­men­hang mit dem nach­hal­tigen Wirken und erheb­li­chen Einfluss deut­scher Instruk­ti­on­s­of­fi­ziere im Osma­ni­schen Reich werden vor allem deut­sche und arabi­sche Kriegs­me­moiren als ergän­zende Quellen für die Welt­kriegs­for­schung heran­ge­zogen.
Die detail­lierte Schil­de­rung eines Teil­aus­schnitts des Welt­krieges, des komplexen Inein­an­der­g­rei­fens deut­scher Welt­macht­in­ter­essen, jung­tür­ki­scher Hege­mo­nia­lor­dung und arabi­scher Unab­hän­gig­keits­be­st­re­bungen auf Grund­lage der mili­täri­schen Struk­turen und impe­ria­lis­ti­schen Denk­muster des frühen 20. Jahr­hun­derts, soll dem Leser helfen, die aktu­ellen Konf­likte im Nahen Osten besser zu verstehen.