Katrin Bromber

Katrin Bromber Imperiale Propaganda

Imperiale Propaganda

Die ostafrikanische Militärpresse im Zweiten Weltkrieg

STUDIEN 28 Zentrum Moderner Orient

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Paperback, 400 Seiten
ISBN 9783879976546
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Mehr als 320.000 Männer aus Ost- und Zentral­afrika nahmen unter briti­schem Ober­kom­mando als Ange­hö­rige von Kampf­ein­heiten, Wach­mann­schaften und Versor­gungs­truppen am Zweiten Welt­krieg teil. Der Mili­tär­di­enst führte etwa die Hälfte von ihnen nach Nord­afrika, in die Levante, nach Mada­gaskar oder Süda­sien. Zur Legiti­ma­tion dieser Einsätze außer­halb des East Africa Command und zur Regu­lie­rung des solda­ti­schen Verhal­tens während des Dienstes und in der Frei­zeit setzte das briti­sche Militär erst­mals propa­gan­dis­ti­sche Mittel in großem Stil ein. Neben Radio­sen­dungen, Filmen und Vorträgen sollten vor allem die Mili­tär­zei­tungen in afri­ka­ni­schen Spra­chen auf den Geist der Truppe Einfluss nehmen. Anhand von Archi­vqu­ellen unter­sucht die Studie Propa­gan­da­struk­turen und die in ihnen wirkenden euro­päi­schen und afri­ka­ni­schen Akteure. Mit einem diskurs­ana­ly­ti­schen Blick auf die swahi­li­spra­chigen Mili­tär­pu­b­li­ka­tionen werden Legiti­ma­tions- und Regu­lie­rungs­st­ra­te­gien der briti­schen Armee­füh­rung und der Kolo­nial­re­gie­rungen heraus­ge­ar­beitet, mit denen die Sicht­weisen der afri­ka­ni­schen Soldaten auf ihren Anteil am Sieg und ihren Platz in der kolo­nialen Nach­kriegs­ge­sell­schaft vorstruk­tu­riert werden sollten.