Melanie Krebs

Melanie Krebs Zwischen Handwerkstradition und globalem Markt

Zwischen Handwerkstradition und globalem Markt

Kunsthandwerker in Usbekistan und Kirgistan

Studien zum Modernen Orient 14

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Broschur, zahlr. farb. u. sw. Abb., 248 Seiten
ISBN 9783879973798
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Seit Zerfall der Sowjet­u­nion durchlaufen die unab­hän­gigen Staaten Zentrala­siens viel­fäl­tige poli­ti­sche, wirt­schaft­liche und kultu­relle Trans­for­ma­ti­on­s­pro­zesse, die sich auf alle Lebens­be­reiche der Bevöl­ke­rung auswirken. Inter­na­tio­nale Orga­ni­sa­­tionen der Entwick­lung­zu­sam­men­ar­beit nehmen Einfluss auf diese Prozesse, indem sie einer­seits lokale Ressourcen zu stärken ver­­su­chen, ande­rer­seits die Imple­men­tie­rung inter­na­tio­naler Normen und die Öffnung auf den globalen Markt fördern wollen. Am Beispiel von Kunst­hand­wer­kern und ihren Produkten lässt sich zeigen, wie solche Projekte der Ent­wick­lungs­hilfe im Span­nungs­feld zwi­­schen Schutz des kultu­rellen Erbes und Anpas­sung an globale Struk­turen aus­­sehen können.
Vor dem Hinter­grund einer chro­no­lo­gisch ange­legten Kultur- und Sozial­ge­schichte seit der russi­schen Erobe­rung im 19. Jh. analy­siert die Autorin die Entwick­lung einzelner Kunst­hand­werks­sparten bis heute. Es wird dabei unter­sucht, inwie­weit zeit­ge­nös­si­sche Projekte der Entwick­lung­zu­sam­men­ar­beit im Bereich Kunst­hand­werk ihren Zielen gerecht werden und welche Folgen sich daraus für die Kunst­hand­werker und ihre Produkte ergeben. Anhand von Fall­stu­dien aus Usbe­kistan und Kirgistan zeigt sich, dass gleiche Ansätze von Entwick­lungs­­­pro­jekten sehr unter­schied­liche Ergeb­nisse hervor­bringen können. Es wird der Frage nach­ge­gangen, welche verschie­denen, aktu­ellen und histo­risch bedingten, wirt­schaft­li­chen und sozialen Voraus­set­zungen der Kunst­hand­werker für diesen Befund verant­wort­lich sein können.