Rana von Mende-Altayli

Rana von Mende-Altayli Die Polygamiedebatte in der Spätphase des Osmanischen Reichs

Die Polygamiedebatte in der Spätphase des Osmanischen Reichs

Kontroversen und Reformen

Ulrike Freitag, Zentrum Moderner Orient

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Paperback, 249 Seiten
ISBN 9783879977154
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Die Begeg­nung und Ausein­an­der­set­zung mit Europa löste in der isla­mi­schen Welt im 19. und 20. Jahr­hun­dert eine umfang­reiche Reform­dis­kus­sion aus. Die Forde­rungen nach recht­li­chen Verbes­se­rungen für Frauen und eine erstar­kende femi­nis­ti­sche Bewe­gung machten auch die Insti­tu­tion Poly­gamie zu einem kontro­vers disku­tierten Thema. Die vorlie­gende Unter­su­chung zeigt an Quel­len­bei­spielen, wie die Poly­ga­mie­de­batte durch die Vert­reter verschie­dener intel­lek­tu­eller Strö­mungen und später auch durch die betrof­fenen Frauen selbst geführt wurde.
Diese Debatte beglei­tete und beför­derte Reformen, wie die Beschrän­kung der Poly­gamie durch die Fami­li­en­ver­ord­nung von 1917 und ihr Verbot durch das neue Zivil­recht von 1926. Hierfür spielte die osma­nisch-türki­sche Ausein­an­der­set­zung um die Poly­gamie in der Spät­phase des Osma­ni­schen Reichs als zentraler Bestand­teil der Reform­de­batte eine entschei­dende Rolle.

Rana v. Mende-Altaylı ist Islam­wis­sen­schaft­lerin und lehrte osma­ni­sche Sprache und Geschichte im 19. Jahr­hun­dert am Institut für Turko­logie der Freien Univer­sität Berlin. Seit einigen Jahren beschäf­tigte sie sich mit der Situa­tion der osma­nisch-musli­mi­schen Frauen in der Spät­phase des Osma­ni­schen Reiches. Zum vorlie­genden Thema erschien 2010 bereits das von ihr heraus­ge­ge­bene Buch Fāṭıma ʿAliyye / Maḥmūd Esʿad: Taʿaddüd-i Zevcāt Ẕeyl. Conti­nua­tion of the Debate on Poly­gamy (2010).