Yukako Goto

Yukako Goto Die südkaspischen Provinzen des Iran unter den Safawiden im 16. und 17. Jahrhundert

Die südkaspischen Provinzen des Iran unter den Safawiden im 16. und 17. Jahrhundert

Islamkundliche Untersuchungen Band 302

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Englisch
1. Auflage ()
Broschur, 282 Seiten
ISBN 9783879973828
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Mazan­daran und Gilan, zwei schmale Küsten­pro­vinzen an der Südküste des Kaspi­schen Meeres, sind vom irani­schen Hoch­land geogra­phisch abge­sch­lossen und entwi­ckelten aufgrund dieser regio­nalen Beson­der­heit eine unver­g­leich­liche Kultur und Geschichte. Bis zur Anne­xion ins safa­wi­di­sche Reich in der frühen Regie­rungs­zeit Schah Abbas’ (um 1000/1592) wurden die Provinzen stets von verschie­denen, von den Zentral­mächten halb­un­ab­hän­gigen einhei­mi­schen Fürsten beherrscht.
Trotz ihrer Abge­le­gen­heit spielten die Provinzen häufig eine wich­tige Rolle in der irani­schen Geschichte. So erwei­terten die Buyiden ihre Macht über das gebir­gige Hinter­land am Kaspisee. Die Ismai­liten in der Festung Alamut etwa waren der Auslöser für das Vordringen der Mongolen nach Westa­sien. Beson­ders bemer­kens­wert ist der Beitrag der Region zum Entstehen und Gedeihen der Safa­widen-Dynastie. Schah Ismail verbrachte seine Kind­heit in Gilan. Schah Abbas, dessen Mutter aus der Fürs­ten­fa­milie von Mazan­daran stammte, errich­tete dort seine Winter­re­si­denz. Zu seiner Zeit wurde Seide, das Haup­t­er­zeugnis der Küsten­pro­vinzen, zu einem der wich­tigsten Export­güter des persi­schen Reiches nach Europa.
In der vorlie­genden Studie werden Wirt­schaft und Gesell­schaft der Küsten­pro­vinzen und ihre Geschichte unter den regio­nalen Fürsten und den Safa­widen anhand der vor Ort entstan­denen regio­nalen Geschichts­werke rekon­stru­iert, deren Darstel­lungen in den Univer­sal­ge­schichten oder Dynas­tie­his­to­rien der Zentral­mächte kaum einmal Erwäh­nung finden.