Britta Frede

Britta Frede Die Erneuerung der Tiǧānīya in Mauretanien

Die Erneuerung der Tiǧānīya in Mauretanien

Popularisierung religiöser Ideen in der Kolonialzeit

Ulrike Freitag, Zentrum Moderner Orient

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Paperback, 576 Seiten
ISBN 9783879977161
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Die vorlie­gende Studie unter­sucht die Sozial- und Reli­gi­ons­ge­schichte der mauri­schen Tiǧānīya anhand der Analyse ihrer reli­giösen Theorie und Praxis sowie ihrer sozialen Orga­ni­sa­tion. Mithilfe der Neuer­sch­lie­ßung arabi­scher Manuskripte, Print-, Video-, Audio­me­dien und Zeit­zeu­gen­in­ter­views wird das Leben des maure­ta­ni­schen Sufi-Scheichs Šaiḫānī (1907-1986) rekon­stru­iert. Šaiḫānī reprä­sen­tierte den Zweig der mauri­schen Tiǧānīya, der sich maßgeb­lich für die Etab­lie­rung einer im Senegal entstan­denen Erneue­rungs­be­we­gung in Maure­ta­nien einsetzte. Diese von Ibrāhīm Niasse (1900-1975) Ende der 1920er Jahre inspi­rierte Erneue­rung zeich­nete sich insbe­son­dere durch die Popu­la­ri­sie­rung von Trans­zen­den­z­er­fah­rungen aus. Der in der Studie skiz­zierte Prozess der Seden­ta­ri­sie­rung setzt die Geschichte der unter­suchten reli­giösen Gemein­schaft in den Kontext der sozio-ökono­mi­schen Rahmen­be­din­gungen des kolo­nialen sowie post­ko­lo­nialen Maure­ta­niens und liefert so einen Beitrag zum Verständnis der jüngeren Histo­rio­gra­phie Maure­ta­niens und des nach­klas­si­schen Sufismus.

Britta Frede studierte in Frei­burg, Damaskus und Berlin Islam- und Poli­tik­wis­sen­schaften sowie Afri­ka­ni­sche Geschichte. Von 2006 bis 2011 war sie wissen­schaft­liche Mitar­bei­terin am Zentrum Moderner Orient. Die dem Buch zugrunde liegende Disser­ta­tion wurde 2014 mit dem Hedwig-Hintze-Frau­en­för­der­preis des Fach­be­reichs Geschichts- und Kultur­wis­sen­schaft der Freien Univer­sität Berlin ausge­zeichnet.