Christina Weber

Christina Weber Die jüdische Gemeinde im Damaskus des 19. Jahrhunderts

Die jüdische Gemeinde im Damaskus des 19. Jahrhunderts

Städtische Sozialgeschichte und osmanische Gerichtsbarkeit im Spiegel islamischer und jüdischer Quellen

Islamkundliche Untersuchungen Band 306

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Broschur, Facsimiles, 267 Seiten
ISBN 9783879974030
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Die Studie analy­siert die gesell­schaft­liche und recht­liche Situa­tion der jüdi­schen Gemeinde von Damaskus ausge­hend von der sog. Damas­kus­af­färe im Jahre 1840 bis zum Ende des 19. Jahr­hun­derts und hinter­fragt die häufig postu­lierte Spal­tung der Gesell­schaft entlang konfes­sio­neller Grenzen. Sie geht der These nach, dass die Reli­gi­on­s­­zu­ge­hö­ri­g­keit ledig­lich einer von vielen Faktoren war, der das soziale Bewusst­sein und das Erleben persön­li­cher Frei­heiten bedingte und dass viel­mehr die Zuge­hö­rig­keit zu einer be­stimmten Gesell­schafts­schicht ausschlag­ge­bend war für eine Unter­tei­lung der spät­os­ma­ni­schen Gesell­schaft in Damaskus.
Hierzu werden fussend auf Doku­menten der Alli­ance Israé­lite Univer­selle in einem ersten Schritt neue Einblicke in die Gemein­de­or­ga­ni­sa­tion, die Berufs­struktur, das Bildungs­wesen und die wirt­schaft­liche und soziale Lage der jüdi­schen Gemeinde gewährt. Doku­mente der Dama­szener Scharia-Gerichte und des im 19. Jahr­hun­dert einge­setzten Handels­ge­richtes dienen schließ­lich dazu, die recht­liche Stel­lung jüdi­scher Gemein­de­mit­g­lieder inner­halb der osma­ni­schen Gerichts­bar­keit zu verorten sowie die Arbeits­weise der Gerichte zu verdeut­li­chen.
Unter Einbe­zie­hung isla­mi­scher und jüdi­scher Quellen wird somit erst­mals ein umfas­sender Einblick in das alltäg­liche Leben der jüdi­schen Gemeinde von Damaskus in spät­os­ma­ni­scher Zeit ermög­licht.