Gabriele Dold-Ghadar

Gabriele Dold-Ghadar Die Schia im Iran und Libanon

Die Schia im Iran und Libanon

Historische Verbindungen zwischen Balkh und Baalbek, Khorasan und Dschabal Amil

Studien zum Modernen Orient 33

Klaus Schwarz Verlag
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Paperback, 220 Seiten
ISBN 9783879974887
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Wie iranisch ist die Schia wirk­lich?

Die Autorin unter­sucht die histo­ri­sche, poli­ti­sche, sozio­kul­tu­relle und reli­giöse Ausgangs­si­tua­tion, die Genese und Entwick­lung der Schia im Iran und Libanon sowie Ereig­nisse, Tradi­tionen und Persön­lich­keiten, die, insbe­son­dere unter dem Aspekt des Gelehr­ten­aus­tau­sches, als Binde­g­lieder zwischen beiden Ländern gelten können.
Bereits in voris­la­mi­scher Zeit beste­hende Kontakte zwischen dem vormals zoroas­trisch geprägten Iran und der byzan­ti­ni­schen Levante werden beleuchtet, ebenso der beson­ders im 16. Jahr­hun­dert und bis in unsere Tage anhal­tende Austausch von kultu­rellem und poli­ti­schem Gedan­kengut sowie die gegen­sei­tige poli­ti­sche, reli­giöse und intel­lek­tu­elle »Entwick­lungs­hilfe«.
Der Streit um die ethni­sche Zuord­nung der Schia wird seiner Grund­lage beraubt: Ohne isla­mi­sche Geschichte mit ihrem Ursprung auf der Arabi­schen Halb­insel kein Schisma, das sich aus den Nach­fol­ge­st­rei­tig­keiten nach dem Tod des Propheten formierte und sich von dort als oppo­si­tio­nelle Bewe­gung in den Irak, ans Mittel­meer und in den Iran fortpflanzte, wo sie sich in einer langen und turbu­lenten Entwick­lung zu der Schia entwi­ckelte, die sie heute ist.
Vor diesem Hinter­grund können aktu­elle Ereig­nisse und Entwick­lungen objek­tiver einge­ordnet werden; und so wird schließ­lich nach­voll­ziehbar, wer und was die Hizbollah ist.